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Ätzen mit der Schaumätzbox

Von allen Ätzverfahren für den Bastler, ist mir diese am liebsten. Das Gerät ist klein (gegenüber der Ätz-Küvette oder Sprüh-Ätzgeräten), kann im Nu ausgespült und gereinigt werden und braucht lediglich (bei langen Standzeiten ohne Benutzung) etwas feucht gehalten werden. Dazu wird es entweder mit Wasser aufgefüllt oder in Folie gewickelt. Vergißt man das, kann sich der schaumerzeugende Klotz zusetzen, oder wenn er aus Holz ist, Risse bekommen.  In der Regel genügt aber bei ausgetrockneten Geräten auch ein bißchen Warten nach dem Befüllen, und es geht wieder.

Bei mir bleibt die Ätzlösung unter Umständen monatelang drin, ohne Ausspülen und Reinigen, bis sie nicht mehr zufriedenstellend, das heißt "zu langsam" ätzt.

Ein geheizte Ätzbox mit Temperaturanzeige ist komfortabel, muß aber nicht sein. Man kann auch ohne Heizung ätzen. Dauert nur etwas länger.

Ein Problem war immer schon: Mangelnde Schaumbildung!

Die unterschiedlichen Ätzmittel sind in der Schaumbildung ebenfalls unterschiedlich. Es gibt eigentlich keines, welches zuviel Schaum bildet, nur umgekehrt. Bei zu wenig Schaum funktioniert die Ätzbox nicht, weil der Schaum hochsteigen und über die flachgelegte Platine fließen muß.

Dafür gibt es eine ganz einfache, aber wenig bekannte Lösung: Bier! 

Mit ein paar Tropfen Bier als Zugabe schäumen sogar Ätzlösungen, die sonst nur für Küvetten-Ätzung geeignet sind. 

"ein paar Tropfen" ist wörtlich zu nehmen. Das muß unbedingt tropfenweise zugeführt werden. Ein Schnapsgläschen voll ist meist schon viel zu viel und die Sache scheitert nachher "an zuviel Schaum".  

 

PS 

Ob Warsteiner, Jever oder sonstige ist in diesem Falle völlig belanglos. :-)

 

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