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Relais- Ein- und Ausschaltverzögerungen

Immer wieder gefragt: Verzögerungsschaltungen für Ansprechen und Abfallen eines Relais, sei es als "Einschaltverzögerung" oder als "Nachlaufschaltung". 

 

Blatt 1

Relais-Ausschaltverzögerung mit einstellbarer Verzögerungszeit

Die Schaltung 1 liegt fest an der Betriebsspannung. Geschaltet wird das Relais mit einem Schalter oder Taster. Ein Transistor verhindert, daß das Relais beim Anlegen der Betriebsspannung oder bei kurzen Spannungsunterbrechungen ungewollt schaltet. 

Das Relais zieht an, wenn der Schalter geschlossen wird. Wird der Schalter wieder geöffnet, bleibt das Relais noch für die eingestellte Verzögerungszeit angezogen und fällt danach ab.

Die maximal an P1 einstellbare Länge der Verzögerungszeit hängt von  der Größe des Elkos C1 ab. Mit 1 µF beträgt sie etwa 1 Sekunde. Mit 1000 µF mehrere Minuten. 

 

 

Blatt 2

Relais-Einschaltverzögerung mit einstellbarer Verzögerungszeit

Die Schaltung 2 hat keinen Schalter oder Taster, sondern wird mit der Betriebsspannung ein- und ausgeschaltet. Wird die Spannung angelegt, läuft sofort die an P1 eingestellte Einschaltverzögerung. Ist diese abgelaufen, zieht das Relais an und bleibt solange angezogen, bis die Betriebsspannung unterbrochen wird. Soll der Vorgang erneut gestartet werden, muß die Betriebsspannung für 0,5 Sekunden (oder länger) unterbrochen werden. 

Die maximal an P1 einstellbare Länge der Verzögerungszeit hängt auch hier von  der Größe des Elkos C1 ab. Mit 1 µF beträgt sie etwa 1 Sekunde. Mit 1000 µF mehrere Minuten. 

 

 

Blatt 3

Relais-Einschaltverzögerung mit separat einstellbarer Verzögerungs- und Schaltzeit

Die Schaltung 3 hat ebenfalls keinen Schalter oder Taster und wird wie Schaltung 2 mit der Betriebsspannung ein- und ausgeschaltet. Das Besondere ist, daß hier sowohl die Verzögerungszeit, als auch die Schaltzeit eingestellt werden kann. Das heißt: Das Relais bleibt nur für eine bestimmte Zeit eingeschaltet.

Wird Spannung angelegt, läuft zunächst nur die an P1 einstellbare Verzögerungszeit. Das Relais zieht noch nicht an. Ist die Verzögerungszeit abgelaufen, beginnt die an P2 einstellbare Schaltzeit zu laufen. Während dieser Schaltzeit ist das Relais angezogen. Nach Ablauf der Schaltzeit fällt das Relais ab, auch wenn die Schaltung weiterhin an der Betriebsspannung bleibt. Um die Schaltung erneut zu aktivieren, muß die Betriebsspannung etwa 0,5 Sekunden (oder länger) unterbrochen werden. . 

Die  an P1 und P2 maximal einstellbare Länge der Verzögerungs- und Schaltzeit hängt hier von  der Größe der beiden Elkos C1 und C4 ab. Mit 1 µF beträgt sie etwa 1 Sekunde. Mit 1000 µF mehrere Minuten. 

 

 

Blatt 4

Immer wieder mal gefragt: Einfache Relais- Ansprech- und Abfallverzögerungen ohne viel Elektronik

Es versteht sich von selbst, daß die mit solch einfachen Schaltungen erzielbaren Verzögerungszeiten nur im Sekundenbereich liegen können und außerdem nicht sonderlich präzise sind. Aber gerade Elektronik-Laien suchen oft nach solchen einfachen Schaltungen und für viele Anwendungen genügen sie auch. 

 

* * * Die auf Blatt 2 und 3 alternativ dargestellten Transistorschaltstufen sind für den Betrieb von üblichen Klein- und Lastrelais  nur in Ausnahmefällen bei niedriger Betriebsspannung nötig.  * * *

 

 

Blatt 1

 

 

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Blatt 2

 

 

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Blatt 3

 

 

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Blatt 4

 

 

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© September/2003 by HANS-DIETER TEUTEBERG •  hans-dieter.teuteberg@t-online.de

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